konzept

KOMPETENZRASTER

Die Arbeit mit der Lernlandkarte baut auf dem eigens erarbeiteten Kompetenzraster auf. Das Kompetenzraster wurde erstellt auf der Basis des Lehrplan 21 - Zyklus 1, sowie dem aktuellen Kantonalen Aargauer Lehrplan, dem Einschätzungsbogen sowie Ergänzungen aus dem Alltag.

Das Kompetenzraster ist in 5 Quintale (Ferien-zu-Ferien) sowie in die folgenden Fachbereiche unterteilt: Zahlen, Sprache, Gestalten, Musik, Bewegung, Ich-Wir. Die Kompetenzen wurden in vier aufeinander aufbauende Kompetenzstufen aufgeteilt: Basiskompetenz, Aufbaukompetenz, Erweiterungskompetenz und Zielkompetenz.

 

Ein Beispiel einer Kompetenz im Fachbereich Zahlen, Quintal 1:
Basiskompetenz:

"Das Kind sortiert geometrische Grundformen."

Aufbaukompetenz:

"Das Kind benennt die geometrischen Grundformen (Kreis, Viereck, Dreieck, Linie)."

Erweiterungskompetenz:

"Das Kind zeichnet nach Vorlage die geometrischen Grundformen."

Zielkompetenz:  

"Das Kind kann die geometrischen Grundformen ohne Vorlage zeichnen und benennen."

Das Kompetenzraster ist auch die Grundlage der Kompetenzen-Dokumentation aller Kinder. Gemäss dem Handbuch Lernlandkarten (2016, Achermann&Rutishauser) gilt eine Kompetenz als erreicht, wenn das entsprechende Verhalten drei Mal beobachtet werden konnte.

TAGESSTRUKTUR

Der Kindergartenunterricht besteht nebst den Ritualen (z.B. Kreis, Znüni, Geburtstag etc.) aus folgenden Teilen: Lernlandkartenzeit, Lerngespräch, Kurs, Freispiel drinnen/draussen. Diese Elemente und ihre Reihenfolge sind für die Kinder ersichtlich am Tagesplan platziert.

Die Ankündigung der Kurse mit teilweiser Einteilung einzelner Kinder findet in der Kreissequenz oder mittels akustischem Signal statt. Die Lerngespräche sind am Lerngesprächsplan kommuniziert, so dass die Kinder jeweils wissen, ob und wann sie in der aktuellen Woche ein Lerngespräch haben.

PLANUNG

Die Planungsphase der Lernlandkarten-inhalte erfolgt gemeinsam im Team. Als Basis dient das Kompetenzraster des Quintals:

-  Ideensammlung zum Thema

-  Zuordnen zu Kompetenzen

-  Plan, Kurs, Thema-Ideen erarbeiten

-  Entwickeln der Grob- bzw. Feinplanung

-  Lerngespräche einplanen

In der Feinplanungsphase wird nebst der Planung von Thema, Kurs, Plan und Lerngespräch auch pro Woche der Beobachtungsfokus für zwei Kinder definiert. Diese zwei Kinder werden spezifisch zum Kompetenzraster beobachtet und entsprechende Einträge in der Dokumentation vorgenommen.

DOKUMENTATION

Wohin kommen alle Werke aus Plan, Thema und Kurs, die ein Kind besucht oder erarbeitet hat? Jedes Kind hat in seiner Schublade einen Schnellhefter pro Fachbereich. Die Fächer der Plan-Blätter sind mit dem entsprechenden Farbpunkt versehen, so dass die Kinder ihre Schätze ganz selbstständig lochen und einordnen.

Ich als Lehrperson habe den Überblick über die Tätigkeiten der Kinder durch Beobachtungen und Gespräche. Meine spezifischen Beobachtungen zu Kompetenzen in Kursen, Thema oder während der Planarbeit notiere ich in der Dokumentation pro Kind, welche auf dem Kompetenzraster aufbaut. Diese Darstellung ist auch die Grundlage für Elterngespräche.

ELTERNARBEIT

Die lernlandkartenspezifische Elternarbeit gestaltet sich bei mir Jahr für Jahr ähnlich:

  • Präsentation zum Unterrichtskonzept "Lernlandkarte" am 1. Elternabend des Kindergartenjahres

  • Eltern-Kind-Gespräch im November/Dezember (dabei präsentiert das Kind ca. 30 Minuten ein Lernlandkartenmäppli und darf gemeinsam mit den Eltern die liebste Tätigkeit ausüben)

  • Abgabe der aktuellen Dokumentation der Kompetenzen am Eltern-Kind-Gespräch

  • 2. Kiga: Einschulungsgespräch basierend auf dem Einschätzungsbogen, welcher wiederum auf der Dokumentation aufbaut

  • 1. Kiga: Einschätzungsbogengespräch basierend auf dem Einschätzungsbogen, welcher wiederum auf der Dokumentation aufbaut

Natürlich stehen die Kindergartentüren jederzeit für interessierte Eltern offen. Immer wieder staunen die Eltern, wie selbstständig und motiviert ihre Kinder unterwegs sind.